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Myofaszialtherapie

Was ist Myofaszialtherapie?

Die Myofaszialtherapie ist eine tiefgehende, manuelle Körperarbeit, die sich nicht nur auf die Muskeln, sondern primär auf das sie umhüllende Bindegewebe – die Faszien – konzentriert. Anders als bei einer klassischen Wohlfühlmassage, die oft rhythmisch und schnell ist, arbeite ich hier langsam und strukturell.

Das Ziel ist es, verhärtetes Gewebe wieder gleitfähig zu machen und die Körperstruktur nachhaltig ins Lot zu bringen. In der TCM betrachte ich dies als das Lösen von tiefsitzenden Stagnationen, damit Qi und Blut wieder frei durch die Leitbahnen fliessen können.

Wenn der Körper wie ein zu enger Anzug sitzt

Kennst du das Gefühl? Du willst dich strecken, aber etwas zieht und blockiert. Du fühlst dich steif, unbeweglich und „eingerostet“. Gerade wer viel sitzt – ob im Büro in Winterthur oder im engen Cockpit – leidet oft unter verkürzten Strukturen. Der Schmerz sitzt nicht nur im Muskel, sondern im Gewebe, das ihn umhüllt.

Die Myofaszialtherapie bei Fly-TCM arbeitet gezielt an diesem Netzwerk. Ich löse Verklebungen im Bindegewebe (den Faszien), damit du dich wieder frei, geschmeidig und schmerzfrei bewegen kannst. Es ist „Structural Work“ für deine Haltung.

Was sind Faszien und warum verkleben sie?

Faszien sind das weisse Bindegewebe, das jeden Muskel, jedes Organ und jeden Nerv wie eine Hülle umschliesst. Stell es dir vor wie einen Ganzkörper-Taucheranzug unter der Haut. Wenn du dich zu wenig bewegst, Stress hast oder einseitige Haltungen einnimmst, verfilzt dieses Gewebe. Es wird hart, spröde und verliert seine Elastizität.

Interessant aus TCM-Sicht: Die modernen „Faszien-Züge“ (Anatomy Trains) entsprechen fast exakt den klassischen Meridian-Verläufen. Wenn ich Faszien behandle, behandle ich also immer auch den Energiefluss.

Die Methode: Triggerpunkte & Deep Release

Anders als bei einer klassischen Massage, wo man rhythmisch knetet, arbeite ich bei der Myofaszialtherapie sehr langsam und „schmelzend“. Ich nutze:

  • Triggerpunkt-Behandlung: Ich drücke präzise auf lokale Schmerzpunkte (Knoten im Muskel), bis der Schmerz „nachlässt“ und der Muskel loslässt.
  • Faszien-Strokes: Mit den Knöcheln oder dem Ellenbogen ziehe ich langsam Bahnen durch das Gewebe, um die Schichten wieder gleitfähig zu machen (Rehydrierung).

Anwendungsgebiete: Wann hilft Faszientherapie?

Diese Methode ist ideal bei allen Problemen, die mit „Verkürzung“ und chronischem Schmerz zu tun haben. In Winterthur behandle ich damit oft:

1. Chronische Rückenschmerzen & Fehlhaltungen

Wenn der untere Rücken „zu macht“ oder der Nacken permanent hart ist. Ich öffne die vordere Kette (Brustmuskel/Hüftbeuger), um den Zug vom Rücken zu nehmen.

2. Sportverletzungen & „Läuferknie“

Probleme wie das ITBS (Läuferknie), Schienbeinkantensyndrom oder Tennisarm sind oft reine Faszienprobleme. Durch gezielte Lösung der Spannung verschwindet die Entzündung.

3. Eingeschränkte Mobilität („Frozen Shoulder“)

Wenn du den Arm nicht mehr heben oder den Kopf nicht mehr drehen kannst. Ich „bügle“ das Gewebe wieder lang, um den Bewegungsradius zu vergrössern.

4. Spannungskopfschmerz

Kopfschmerzen, die vom Nacken über den Hinterkopf ziehen, entstehen oft durch aktive Triggerpunkte im Trapezmuskel. Ein gezielter Druck kann diesen Schmerz ausschalten.

Für wen ist diese Arbeit sinnvoll?

Myofaszialtherapie ist für Menschen, die ihre Struktur verändern wollen. Sie ist besonders effektiv für:

  • Vielsitzer & Piloten: Um die „Sitz-Haltung“ (verkürzte Hüftbeuger, runder Rücken) aufzubrechen.
  • Sportler: Für bessere Performance und schnellere Regeneration.
  • Schmerzpatienten: Die schon „alles probiert“ haben und wo reine Massage nicht mehr hilft.

Sicherheit & Intensität

Ich arbeite tief. Das kann intensiv sein. Wir kommunizieren dabei ständig: Der Schmerz darf deutlich sein („Wohlweh“), sollte aber nie so stark sein, dass du dagegen anspannst. Du hast jederzeit die Kontrolle und kannst „Stopp“ sagen.

Ablauf & Kosten in Winterthur

Oft kombiniere ich Myofaszialtherapie mit Akupunktur (Dry Needling) oder Tui Na, um den Effekt zu maximieren. Ich schaue mir vorab deine Haltung im Stehen an (Body Reading).

Die Kosten werden über den Tarif 590 abgerechnet. Wenn du eine Zusatzversicherung für Komplementärmedizin hast (EMR), wird die Behandlung in der Regel übernommen. Bitte prüfe deine Police.

Auf einen Blick: Myofaszialtherapie

  • ⏱ Dauer: Teil der Behandlung (ca. 60 Min. Gesamtsitzung).
  • 💆 Das Gefühl: Langsam, tief, punktuell schmerzhaft, dann befreiend.
  • 🕸 Fokus: Bindegewebe, Triggerpunkte & Haltungskorrektur.
  • 📍 Therapeut: Niklas Lütgen (Fly-TCM Winterthur).
  • 🎯 Perfekt für: „Eingerostete“ Gelenke, Tennisarm & chronische Steifheit.

Willst du dich wieder frei bewegen?

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Häufig gestellte Fragen

Ja, Triggerpunkte sind empfindliche Stellen. Wenn wir den Punkt treffen, spürst du oft den bekannten Schmerz („Ah, genau da sitzt es!“). Ich halte den Druck, bis der Schmerz nachlässt („Schmelzen“). Die meisten Patienten empfinden diesen Schmerz als sehr befreiend und produktiv, nicht als bedrohlich.

Das ist sehr wahrscheinlich. Da wir das Gewebe tief bearbeiten und Verklebungen lösen, fühlt sich die Stelle am nächsten Tag oft an wie nach einem intensiven Training oder wie ein leichter blauer Fleck. Das dauert 1–2 Tage und ist ein Zeichen, dass der Umbauprozess im Gewebe begonnen hat.

Das Prinzip ist ähnlich (Druck auf Gewebe), aber die manuelle Therapie ist viel präziser. Mit der Rolle erreichst du grosse Flächen. Ich kann mit den Fingern einzelne Muskelstränge separieren und exakt den Winkel finden, der blockiert ist. Das ist „Faszientraining“ für Fortgeschrittene.

Die Beweglichkeit verbessert sich oft sofort nach der Sitzung („Der Arm geht wieder höher!“). Damit das Gewebe aber dauerhaft elastisch bleibt, braucht es meist mehrere Sitzungen und idealerweise auch etwas Bewegung im Alltag.

 

Ja, als Teil der naturheilkundlichen Behandlung (Tarif 590) wird dies von der Zusatzversicherung für Komplementärmedizin übernommen. Bitte kläre deine Deckung vorab.